Villa

Villa Marlier. Ein Ort, an dem nicht nur gutes geschah.

Villa Marlier in Berlin Steglitz

Eine Villa war im Altertum und in der Antike der Wohnsitz eines wohlhabenden Bürgers, der sein Einkommen nicht aus der Landwirtschaft bezog, oder zumindest nicht aus Landwirtschaft am Standort der Villa. Eine Villa hatte keine landwirtschaftliche Funktion, sondern war nur Wohngebäude für den wohlhabenden Bürger, seine Familie und seine Angestellten (Je nach Gesellschaftsform auch Sklaven). In der Gestaltung wurde viel Wert auf ein repräsentatives Äußeres gelegt.
Die in späterer Zeit oft architektonisch sehr ähnlichen Wohnhäuser von angehörigen des Adels hießen dagegen Schlösser. Nachdem der Adel nach dem Ende der klassischen Republiken des Altertums und dem Aufkommen des Feudalsystems die Macht übernommen hatte, wurden in Nordeuropa und speziell in Deutschland jahrhundertelang keine Villen mehr gebaut. Aus der Zeit der (teilweisen) römischen Besatzung sind keine Villen in Deutschland erhalten geblieben.
Mit dem Aufkommen der Industrialisierung gewann das Bürgertum an Einfluss. Ein weiterer Einfluss in der Zeit waren Fernreisen, die nun dank der Eisenbahn einfacher möglich waren. Das neue Bürgertum sah seine Vorbilder nicht im Adel, sondern im Bürgertum der Antike - Die Villa war als Wohngebäude in Mittel- und Nordeuropa wiedergeboren!