Dielen

Fußboden aus Dielen

Dielen, parallel zum Fenster verlegt. Diese Bauweise war beispielsweise in Berlin üblich.

Im Altbau besteht der Boden in der Regel aus Dielen. Diese heute erfreuliche Tatsache liegt darin begründet, dass bis ins 20. Jahrhundert hinein eine Holzbalkendecke der Normalfall in Gebäuden war; eine Stahlbetondecke gab es nur in seltenen Ausnahmefällen. Häufiger kam eine Kellerdecke als gemauertes Gewölbe vor.

In den oberen Geschossen von Altbauten findet man also heute fast ausschließlich Dielen als Fußbodenbelag. Die Dielen wurden direkt auf die Balkenlage aufgenagelt und ergaben so auf einfache Weise einerseits eine Decke als tragendes, das Gebäude versteifendes Bauteil und andererseits eine sehr schmucke Fußbodenoberfläche als dekoratives Element im darüberliegenden Geschoss. Dielen bestehen aus Nadelholz, Pitchpine wird wegen ihrer großen Festigkeit und schönen Maserung gerne eingesetzt.

Dielen sind als Fußbodenbelag in der Nähe von Feuerstellen nicht gestattet, daher wurde um den Kamin oder Ofen ein Schutzblech auf die Dielung genagelt oder der Boden war an dieser Stelle gemauert.